Beispiele für Schulprojekte

  • Gartenarbeitsschule Ilse Damme, Berlin-Wilmersdorf: Die Gartenarbeitsschule Ilse Demme bietet Projekte, Gartenarbeit und Unterrichtseinheiten für alle Schulen des Bezirks an und ist somit ein „ausgelagerter Schulgarten“ für andere Schulen. Die Angebote der Gartenarbeitsschule erfassen alle Klassenstufen von 1 bis 13. Der Bereich Erneuerbare Energien wird vor allem von älteren Grundschülern der 4. bis 6. Klasse und von der Mittelstufe nachgefragt. Seit über zehn Jahren wird die Nutzung und die Demonstration von Erneuerbaren Energien an der Gartenarbeitsschule sukzessive ausgebaut. In den Projekten werden sowohl funktionierende EE-Anlagen für die Versorgung der Gartenarbeitsschule und für Schülerexperimente errichtet, als auch Kleinmodelle als Anschauungsobjekte für die beteiligten Schulklassen.
    Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Erneuerbare Energien wird jeweils angesprochen. Hinzu kommt noch ein projektbegleitender theoretischer Unterricht zur Funktionsweise der Windenergie- und Solarthermienutzung.

  • Rudolf-Graber-Förderschule, Bad Säckingen: Die Schülerfirma „RGS-Wolle“ der Rudolf-Graber-Förderschule ist ein fächerübergreifendes Schulprojekt der beiden Kooperationsklassen der Förderschule/Gewerbeschule Bad Säckingen und ist ein Agendaprojekt von Bad Säckingen. In der „RGS-Wolle“ werden mit außerschulischen Kooperationspartnern die Schüler altersentsprechend auf Beruf und Leben vorbereitet. Schafwolle als Unterrichtsgegenstand hat sich bewährt. Als ein sinnlich formbares Material berührt es den ganzen Menschen und stellt für Kinder mit besonderem Förderbedarf ein motivierendes Medium dar. Die Wolle bietet zahlreiche Verarbeitungsmöglichkeiten wie filzen, spinnen, weben und basteln, durch die eine Vielzahl von Alltagsprodukten herstellt werden können. Rohwolle muss jedoch über viele Arbeitschritte wie sortieren, waschen, trocknen, zupfen, kardieren und filzen aufgearbeitet werden. Hierzu wurde ein versierter Kooperationspartner in der GATEX, der Gemeinschaftsausbildungsstätte für Textilberufe in Bad Säckingen gefunden, der die Werkstätten und Ausbilder für die Wollverarbeitung zur Verfügung stellt. Zusammen mit ULOG, einer privaten Initiative zur Förderung des solaren Kochens, wurde der Bau von Solarkochern mit Schafwolle als Isolationsmaterial umgesetzt.

  • Grundschule Estorf, Estorf: Die Schule verfolgt ein umfassendes Konzept der Nutzung Erneuerbarer Energien (PV, Solarthermie, Biomassenutzung) und der Minderung des Energieverbrauchs. Die Nutzung von Erneuerbare Energien wird in den Schulunterricht eingebunden. Durch den spielerischen Umgang der Grundschüler mit Fotovoltaik, dem Basteln von Solarspielzeug und experimentieren mit der Sonneneinstrahlung und deren Umsetzung in elektrische Energie sollen die Kinder die Bedeutung und die Nutzung der Erneuerbare Energien erleben können. Eines von vielen Projekten ist der Bau von einfachen Solarbooten. Altergruppe 6-12 Jahre.

  • Staatliche Regelschule Sollstedt, Sollstedt: Die Staatliche Regelschule Sollstedt war eine „Lernschule Energie für Thüringen“, die ihr „Energieprojekt“ 1993 begonnen hatte. Im Vordergrund der Aktivitäten stand das projektorientierte Arbeiten der Schüler zu ausgewählten Themen, die zum Abschluss der Arbeiten in der Schule präsentiert wurden. Hierdurch ergab sich über die Jahre hinweg eine umfassende Ausstellung mit theoretischen und praktischen Arbeiten, die anschließend auf vielen Veranstaltungen und Messen von den Schülern präsentiert wurden. Im Jahre 2006 wurde die Schule vom Schulträger aufgrund zu geringer Kinderzahlen geschlossen, aber es bleibt ein reicher Erfahrungsschatz, wie das Thema Energie den Kindern vermittelt werden kann. Altersgruppe 12-16 Jahre.

  • Europaschule Regine-Hildebrandt-Grundschule, Cottbus: Das Thema regenerative Energien am Beispiel der Sonne wird in der Schule umfassend und langfristig behandelt. Dies umfasst u.a. der Aufbau und die Nutzung einer PV-Anlage für den Unterricht, die Gewinnung von Sponsoren für die Anlage u.a. durch Kinder und die Vorstellung der Schulaktivitäten auf Messen und Veranstaltungen. Das Thema Solarenergie ist auch im Unterricht dauerhaft verankert z.B. durch Experimente im Physikunterricht der 6. Klassen (Versuchswerkstatt der Schule). Darüber hinaus werden jedoch in allen Klassenstufen und Fächerübergreifend die Erneuerbaren Energien behandelt. Altergruppe 6-12 Jahre.

  • Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, Königs-Wusterhausen: Die Energie-Team Schüler-Aktiengesellschaft ist ein seit 2004 bestehendes Schülerunternehmen am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Königs Wusterhausen (Brandenburg). Seit 1994, damals noch eine einfache Arbeitsgemeinschaft, beschäftigen sich die Schüler des Energie-Teams mit den Möglichkeiten alternativer Energiegewinnung. Auf der Dachterrasse ihrer Schule betreiben sie vier Photovoltaik-Anlagen verschiedener Hersteller und Bauarten, mit denen sie umweltfreundlich Solarstrom erzeugen und Messdaten gewinnen. So wurden bislang über 15.000 Kilowattstunden Naturstrom "geerntet", was der Umwelt ca. 10 Tonnen Kohlendioxid ersparte. Außerdem wollen die Schüler unternehmerisches Denken lernen und in unternehmerisches Tun umwandeln, so dass sie nach dem Motto "Mit ökonomischen Erfolg zum ökologischen Erfolg" handeln. Zur Finanzierung de Anlagen und weiterer Projekte werden Aktien zum Stückwert von 5 EURO verkauft. Auf die Aktien kann, sofern die Vollversammlung der Aktionäre einen entsprechenden Beschluss fasst, eine Dividende von bis zu vier Prozent gezahlt werden. Viele Aktionäre haben erkannt, dass eine Investition ins Energie-Team eine Investition in die Zukunft ist: Über 100 Aktionäre vertrauen der Schülerfirma bereits, ein Großteil der verfügbaren Aktien (insgesamt 350) sind verkauft. Altersgruppe 12-18 Jahre

  • Fritz-Steinhoff-Gesamtschule, Hagen: Die FSG ist eine der ganz wenigen – wenn nicht sogar die einzige Schule in Deutschland – die über ein (Modell-)Windkraftwerk verfügt. Das Windrad mit einer Spitzenleistung von 150 Watt wurde 1998 auf dem Dach der Schule montiert. Der Strom wird von der Schule in pfiffiger Weise genutzt. Mit einem Kabel wird der Strom des Windrades bis zum Schülerkiosk geleitet, wo eine Ladeelektronik die Energie in einer Autobatterie speichert. Mit der Batterie werden dann Akkus für Taschenrechner, Walkman u.ä. aufgeladen.
    Alle Schüler/innen können die Akkus gegen ein Pfand und ein geringes Entgelt ausleihen.


  • Surheider Schule im Projekt ¾plus, Bremerhaven: Mittlerweile nehmen alle Bremerhavener Schulen an dem Energiesparprojekt 3/4plus erfolgreich teil. Hier geht es nicht nur um Reduzierung des schulischen Energieverbrauchs.
    Zusätzlich wurden Versuchsaufbauten und Experimente zu den Themen Erneuerbare Energien, Wasser und Energiesparen angeschafft, für die Schulen aufbereitet und mit Begleitmaterialien versehen. Durch Nutzung dieser Experimente bekommen alle Bremerhavener Grundschülerinnen und -schüler einmal jährlich Kontakt zu diesen Themen: In den 1. Klassen führen Energie-Detektive die Dienste der Strom-, Wasser- und Heizungs-Detektive ein und definieren ihre Aufgaben. In den 2. Klassen erhält jede Klasse eine Doppelstunde mit Versuchen zur Heizung/Wärme, in den 3.Klassen zum Thema „Wasser sparen“ und in den 4. Klassen zu dem Thema „Erneuerbare Energien“ (mehr dazu unter www.34plus-bremerhaven.de).
    Zusätzlich sind an der Surheider Schule- neben vielen Energiespar-Techniken eine solarthermische, eine PV- und eine Regenwassernutzungs-Anlage installiert, die den Schülern diese Techniken demonstrieren und sie ins Alltagsleben integrieren sollen.
    Aufgrund dieser Aktivitäten gehörte die Schule mit dem Projekt 3/4plus im Jahr 2004 zu den Preisträgern des Wettbewerbs „Jugend mit unendlicher Energie“ in Berlin (Bundesministerium für Umwelt).


  • Die Solling-Oberschule, Berlin-Marienfelde: Die Haupt- und Realschule „Sollingoberschule“ liegt im Süden Berlin an der Grenze zu Brandenburg und für Berliner Verhältnisse damit untypisch im Grünen. Sie ist insgesamt sechszügig, bei jeweils gleichgroßem Haupt- und Realschulzweig. Die Schule hat kein ausgesprochen ökologisches Profil führt aber viele Projekte und AGs durch (Sport, Musik, soziale Themen, Schülerzeitung etc.) In diesem Rahmen nehmen dann auch ökologische und darunter Energie-Fragen einen hohen Stellennwert ein.

    Das Solarenergieprojekt ist im Physik- und Chemie-Unterricht der 10 Klasse verankert. Entsprechend werden im theoretischen Teil die Halbleiterelemente und deren Dotierung, der fotoelektrische Effekt und die technische Nutzung von Halbleitermaterialien behandelt. Zentral war dabei die Möglichkeit der Sonnenenergiegewinnung, wozu sich der praktische Projektteil, der Bau der Solarmodelle, anschloss. Praxis und Wissensvermittlung gehen so Hand in Hand. Hierbei werden auch Anforderungen an den praktischen Teil gestellt, das heißt auch hier geht es nicht nur um „Ausgleich“ der schwierigen Theorie sondern es werden technische Fähigkeiten  wie z.B. das Löten  vermittelt, die den Schülerinnen und Schülern auch bei einer späteren Ausbildung hilfreich sein können.

    Das Solarenergieprojekt ist eingebunden in eine umfangreichere Unterrichtseinheit zum Thema Energie, wozu u.a. Grundlagen des Klimaschutzes, Ressourcenschutz sowie Energiesparmöglichkeiten im Schulgebäude gehören. Hierbei wurde u.a. auch die eigene Heizungsanlage untersucht uns Schulleitung, Kollegium und Schulträger Verbesserungsmöglichkeiten vorgestellt. Ziel ist es u.a. eigene veraltete Ölheizung durch eine moderne Erdgasheizung mit höherem Wirkungsgrad und weniger CO2-Ausstoß zu ersetzen, hinzu muss ein sparsameres Verhalten von SchülerInnen und LehrerInnen kommen.


  • Wentzinger Realschule, Freiburg: Die Schule hat über viele Jahre die PV Anlage ständig erweitert. Die letzte Installation war eine PV Anlage mit Nachführung. Damit vergleicht sie Schule die unterschiedlich Leistung der nachgeführte und nicht nachgeführten Anlage. Mit dem „erwirtschafteten“ Geld finanziert die Schule in diesem Jahr erstmals eine Ausbildung von je zwei Energiemanager von jeder Schulklasse. Innerhalb eines Wettbewerbs entstand eine umfangreiche Power Point Präsentation von zwei Schülern aus der 8. und 9. Klasse.


    Kontakt

    Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gGmbH
    Dr. Michael Scharp
    Schopenhauerstraße 26
    14129 Berlin
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    Tel. 030-80 30 88 14
 
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