Mit diesem Strom wiederum können Elektrolyseanlagen betrieben werden, mit denen Wasserstoff als Energieträger gewonnen werden kann. Die Nutzung der kontinentalen Solarstrahlung bietet weltweit die größten Potentiale für eine Energieversorgung, die nur auf erneuerbare Energien basiert. Allein die heute schon theoretisch nutzbare Sonnenstrahlung übertrifft den Weltenergieverbrauch um den Faktor vier und bietet somit eine der zukunftsfähigsten Perspektiven für eine Energiewende [BMU 2002, S.84].
Das Sonnenlicht ist aber auch die Grundlage für das Wachstum der Pflanzen, die in der Photosynthese der Atmosphäre Kohlendioxid entziehen und dieses in Biomasse umwandeln. Biomasse wie z.B. Holz oder Stroh kann verbrannt und zur Erzeugung von Strom, Wärme und Warmwasser genutzt werden. Biomasse kann aber auch umgewandelt werden: Aus Ölpflanzen können Treibstoffe oder aus tierischen Abfällen (Gülle) kann Biogas gewonnen werden, die ihrerseits zur Energiegewinnung oder für den Antrieb von Motoren genutzt werden können.
Die Solarstrahlung führt aber auch zum Entstehen von Wind, Wellen und Meeresströmung sowie zur Verdunstung von Wasser (Voraussetzung für die Wasserkraft). Die Nutzung der Windkraft zur Stromerzeugung stellt derzeit eine wichtige erneuerbare Energiequelle insbesondere in Deutschland dar.
Die Kraftwerke zur Nutzung der Wasserkraft zur Stromproduktion lassen sich in Speicher- und Laufwasserkraftwerke unterteilen. Laufwasserkraftwerke nutzen die Strömungsenergie großer Flüsse. Hierbei steht einer großen Wassermasse ein vergleichsweise geringes Gefälle gegenüber. Umgekehrt verhält es sich bei den Speicherkraftwerken, in denen die relativ geringen Mengen von Bächen in Talsperen gespeichert werden, um dann unter hohem Druck durch Turbinen geführt zu werden. In Deutschland überwiegt diese letztere Form der Wasserkraftnutzung.
Wellen- und Strömungskraftwerke nutzen die Kraft der Wasserbewegung des Meeres. Sie sind derzeit noch in der Erprobungsphase.
Auch die Umgebungswärme (z.T. auch oberflächennahe Erdwärme genannt) bezieht ihre Energie aus der Sonneneinstrahlung. Zur Nutzung dieser Niedrigtemperaturwärme sind Wärmepumpen notwendig, die sie auf ein höheres Temperaturniveau überführen um sie dann zur Raumheizung und Warmwasserbereitung einsetzen zu können.
Durch die Anziehung (Gravitation) des Mondes entsteht die Gezeitenwelle unter der sich die Erde durch ihre Rotation "wegdreht". Dabei wird die Rotationsenergie zu geringen Teilen frei, die Rotation also abgebremst (allerdings in Zeiträumen von Jahrhundertmillionen Jahren). An geeigneten Stellen mit hohem Tidenhub in Buchten wie z.B. im nördlichen Frankreich lassen sich Sperrwerke in Form von Gezeitenkraftwerken errichten, mit denen das Flutwasser eingefangen werden kann. Bei Ebbe können dann die Wassermassen durch Turbinen geleitet werden, um Strom zu produzieren.
Die Geothermie nutzt die Erdwärme, die aus dem heißen Erdinneren aufsteigt. An einigen Stellen kommt diese Erdwärme an die Oberfläche und kann z.B. an heißen Quellen oder Geysiren direkt genutzt werden. In Deutschland muss die Wärme über ein Rohrsystem mittel Trägermedium aus tieferen Schichten der Erde (bis zu 5.000 m) an die Oberfläche gepumpt werden.

 
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